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WIR STELLEN UNS VOR...

In ihrem Jahresbericht 2008 zur Jahreshauptversammlung 2009 stellt die 1. Vorsitzende der Arnsberger Tafel, Gisela Cloer, vor allem die gute Zusammenarbeit mit den über 100 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern  in den Vorder-grund: „Ohne  ihre Mitarbeit gäbe es keine Tafel-arbeit, ja - gäbe es keine Arnsberger Tafel mit drei Ausgabestellen.“ Sie stellte dabei heraus, wie wichtig ein logistisch gut vorbereiteter Arbeitsablauf ist und lobte die umsichtige Arbeit der jeweils Beteiligten. „Wir sind ein Verein,  aber erbringen die Leistung eines gut florierenden Unternehmens!“  Ein besonderer Dank ging an Gönner, Spender und Sponsoren, ohne deren Spendenbereitschaft die Tafelarbeit nicht finanzierbar wäre.  So sponsert der Eigentümer  der Tafelräume in Neheim die Miete und das bedeutet eine große Entlastung. In Sundern wurde auf Wunsch des Seniorenbeirates der Stadt Sundern eine Ausgabestelle der Arnsberger Tafel eingerichtet. Auch in Alt – Arnsberg waren Verände-rungen nötig. Frau Cloer bedankte sich bei der Caritas für die bisher kostenlose Bereitstellung der Räume in Alt-Arnsberg die aber einfach zu klein und zu eng wurden. Hier konnte durch Anmietung neuer Räume an der Hellefelder Straße Abhilfe geschaffen werden, welche im Januar 2009 eröffnet wurden. Die entstandenen Kosten konnten zum Teil  durch Eigenleistung und teilweisen Arbeitslohn- und Materialkostenverzicht der ausführenden Firmen abgedeckt werden. Auch die Innenausstattung wurde teilweise gesponsert. Die Schatzmeisterin Ursula Brüne gab ihren Bericht zur Kassenlage ab. Der Steuerberater bestätigte eine ordnungsgemäße Führung und Übereinstimmung der Konten und Kasse. Es gab keine Beanstandungen. Die Vorstellung des Haushaltes 2009 wurde angenommen. Bei den anstehenden Wahlen wurde der bisherige Vorstand in seinen Ämtern einstimmig wiedergewählt. Im Beirat gab es durch den Rücktrittswunsch von Renate Schütte und Elisabeth Wilhelmi jedoch Veränderungen. Neu in den Beirat wurden gewählt: Franz Ochs, die Ausgabestellenleiterinen, Brigitte Ricke für Sundern  und Edith Stiefermann für Altarnsberg.














Mit Blumen aus dem Beirat verabschiedet: Renate Schütte und Elisabeth Wilhelmi. Dahinter  der Vorstand: Schatzmeisterin, Ulla Brüne,  Ausgabestellenleiterin Neheim, Ursel  Steinberg,  1. Vor-sitzende Gisela Cloer, Beirat, Franz Ochs,  Ausgabestellenleiterin Sundern,  Brigitte Ricke, Ausgabestellenleiterin Alt – Arnsberg, Edith Stiefermann,  2.Vorsitzender Martin Heckenbach, Beirat, Irmgard Schmitz und Schriftführer  Uwe Künkenrenken  (von links). Die Ausgabestellenleiterinen wurden in den Beirat gewählt.                                     
                                                                                           Foto: Anni Künkenrenken


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Die Arnsberger Tafel e.V.
Uwe Künkenrenken

1.1 Die Arnsberger Tafel wurde am 10. Juli 2003 als gemeinnützig anerkannter Verein gegründet. Begin der Lebensmittelausgabe Oktober 2003

1.2 Eineinhalb Jahre vorher, im November 2001 stellte die ev. Paulusgemeinde aus einem Gemeindebasar Geld zur Unterstützung einer Tafel zur Verfügung.
In Arnsberg gab es aber zu diesem Zeitpunkt noch keine Tafel.
So wurde der Betrag der Diakonie zur Verwaltung übergeben bis eine Tafel gegründet ist.

1.3 Aus den Kirchengemeinden der Stadt Arnsberg und sozial engagierten Gruppen im Stadtgebiet, bildete sich dann ein Initiativkreis der dann die Gründung der Arnsberger Tafel auf den Weg brachte!

Ziele:

2.1 Ziel der Arnsberger Tafel ist, qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel und Dinge des täglichen Gebrauchs, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden, zu sammeln und an Bedürftige abzugeben. Als bedürftig werden angesehen: Personen mit geringem Einkommen, Sozialhilfeempfänger und Arbeitslosenhilfeempfänger, heute Hartz 4 und andere hilfsbedürftige Personen, wie z.B. Personen mit kleiner Rente und nicht Sesshafte!

2.2 Die Betroffenen können ihren Anspruch auf Unterstützung durch die Tafel in der Regel mit einem entsprechenden Bewilligungsbescheid nachweisen. Nach Überprüfung der Unterlagen, bekommen die Berechtigten einen Kundenausweis und können damit einmal in der Woche in der Arnsberger Tafel gegen einen symbolischen Betrag von einem Euro einkaufen.

2.3 Dazu werden von ehrenamtlichen Helfern einheitliche Lebensmitteltüten gepackt und ausgegeben. Brot, Obst und Gemüse wird getrennt angeboten. Davon kann sich jeder, je nach Bedarf eindecken!

Ausweise / Personenkreis:

3.1 Die Arnsberger Tafel erstellt jeden Monat zwischen 70 und 100 neue Ausweise, und die Tendenz ist steigend.

3.2 Nach der Gründung im Juni 2003 und der offiziellen Eröffnung im Oktober 2003, wurden bis heute (26. August 2008) ca. 3200 Kunden - Ausweise ausgestellt.


Funktion der Arnsberger Tafel:

4.1 Wie funktioniert die Arnsberger Tafel?

Die Arnsberger Tafel ist das 333-ste Mitglied im Verband Deutsche Tafel e.V. und ein eingetragener Verein! Er trägt sich ausschließlich von Mitgliedsbeiträgen und Spenden und ist parteipolitisch und religiös neutral.

4.2 Über ein Jahr befanden sich die Räumlichkeiten der Tafel an der Möhnestrasse 35 in Neheim. Durch die steigende Personenzahl der Hilfsbedürftigen, war die Grenze des Platzbedarfs schnell überschritten.

Unsere Kunden mussten draußen auf der Möhnestrasse bei Wind und Wetter ausharren, bis sie in die Reihe kamen. Sie waren den Blicken der Passanten und Autofahren ausgeliefert, es hat in der Zeit sogar vier Auffahrunfälle gegeben, weil die Fahrzeugführer mehr der wartenden Menschentraube, als dem Vordermann Beachtung schenkten!

Seit Dezember 2006 ist alles anonymer geworden.





                               Neuer Eingangsbereich der Arnsberger Tafel e.V.


4.3 Die Tafel ist umgezogen! Gleiche Adresse, gleiches Haus, nur ein anderer Eingang. In neuen, großen Räumen ist es für alle erträglicher geworden. Für unsere Helfer, aber vor allem für unsere Kunden!

Sie stehen nicht mehr auf der Strasse, sind vor jedem Wetter

geschützt - in einem großzügigen Warteraum mit Sitzgelegenheiten!

4.4 Es hat sich herausgestellt, dass die Hemmschwelle, die Arnsberger Tafel aufzusuchen recht groß ist und die Dunkelziffer derer, welche sich immer noch nicht trauen, eine unbekannte Größe ist.

Aber durch die neuen Räume, und weg von der Straße - ist auch aus dieser „Unbekannten" der Zulauf größer geworden!




                       Tafelmitarbeiterin Marlene leistet Hilfestellung beim Einkauf


4.5 Die Arnsberger Tafel sammelt überschüssige Lebensmittel, die nach den gesetzlichen Bestimmungen noch verwendbar ist, bei Discountern, Bäckereien und Herstellern, um sie an die Bedürftigen zu verteilen. Das Abholen der Ware geschieht mit einem Kühlfahrzeug, welches von Daimler Chrysler zu einem Teil gesponsert wurde, den größten Anteil konnte die Arnsberger Tafel aus Spenden finanzieren. Teilweise kommen auch private Fahrzeuge zum Einsatz, da die Waren zu bestimmten Zeiten, aber auch sporadisch abgeholt werden müssen!

Die Abgabe von Lebensmitteln erfolgt unter Beachtung der Lebensmittelhygenieverortnung und des Infektionsschutzgesetzes.  

4.6   z. Zt. sind 12 ehrenamtliche Fahrer Tag für Tag im Einsatz, um Waren aus dem Einzugsgebiet abzuholen. Sundern, Freienohl, Paderborn, Meschede, Dortmund und Soest, um nur einige zu nennen und natürlich auch im Stadtgebiet. Handelshof, Lidl, Kaufland und Plus unterstützen die Talei großzügig.




4.7 Die abgeholte Ware wird von 60 ehrenamtlichen Helfern sortiert, teilweise verpackt und zur Ausgabe bereitgestellt.

4.8 Die Ausgabezeiten sind Dienstag – bis Donnerstag jeweils von 15 – 17 Uhr sowieMontag und Freitagvormittag von 11 – 13 Uhr.

4.9 Auch in Alt – Arnsberg haben wir im Haus der Caritas an der Hellefelder Strasse eine Ausgabestelle eingerichtet!
Eine weitere Ausgabestelle entsteht zur Zeit in Sundern

Die Ausgabestelle Alt Arnsberg ist Mittwochnachmittag geöffnet und wird von Alt – Arnsbergern, aber auch von Hilfsbedürftigen aus Sundern gut angenommen!

4.10 Die Tafelidee ist nicht als Grundlage zur Ernährung der Bedürftigen zu sehen, sondern soll ein kleines „Beibrot" sein, um die größte Not zu lindern!
Viele Bedürftige werden von unseren ehrenamtlichen Helfern auch zu Hause beliefert, so haben wir viele ältere Herrschaften, deren Sehkraft nicht mehr für den Gang auf die Strasse ausreicht, oder auch Blinde, sowie Gehbehinderte. Sie alle, so weit sie uns bekannt sind, bekommen abends ihre Lebensmittel nach Hause gebracht!
Da steht dann auch schon mal ein "dicker Benz" vor der Tafel in welchen
Ware geladen wird! Dass da aber ein ehrenamtlicher Helfer sein Fahrzeug und seine Zeit für einen guten Zweck einsetzt, wird oft missgedeutet!
Viele Betroffene leben pro Tag von 4,5 Euro, die für die Zubereitung von Frühstück Mittag- und Abendessen ausreichen müssen! Auf Fleisch wird meistens ganz verzichtet. Frisches Obst ist selbst im Sommer noch zu teuer und auch Grundnahrungsmittel wie Milch gehören oft zu den Luxusgütern!
Besonders im letzten Monatsdrittel fällt es vielen Hilfebedürftigen schwer, eine ausgewogene Ernährung sicher zustellen! Die negativen Folgen liegen auf der Hand: Hunger, Fehlernährung und Krankheiten.

Viele schaffen es nur durch extremen Verzicht bis zum Monatsende.
durchzuhalten! Vielen gelingt es nicht und sie sind auf die Hilfe  anderer      
Menschen angewiesen oder hungern.
Sie leben im wahrsten Sinne, von der Hand in den Mund.

Foodbanks

5.1 Da die Armut und Bedürftigkeit in Europa, ja in der ganzen Welt immer mehr zunimmt, haben sich in vielen Ländern die Tafeln in so genannten Food — Banks zusammen geschlossen. Der Unterschied: Die deutschen Tafeln müssen sich um die Warenbe­schaffung selber kümmern, während bei den Food Banks, die Ware gesammelt und an die Tafeln verteilt wird!

5.2 Die Idee der Tafel kommt aus Amerka, die erste wurde 1963 in Phoenx / Arizona gegründet. Zur Zeit existieren über 200 Foot Banks in den USA, die Ausgabe erfolgt dort über 50.000 gemeinnützige Einrichtungen.

Im Jahr 2002 wurden 850 Mio. Kg. Lebensmittel an 23 Millionen hungrige Amerikaner verteilt! Für Deutschland gibt es leider noch keine Statistiken.

Tafeln

6.1 In Deutschland gibt es bis heute rund 700 Tafeln, nach strengen
Gebietsschutzregeln aufgeteilt!
Die erste Tafelgründung war 1993 in Berlin.

Es liegen über 100 Neuanträge zu Tafelgründungen bei der Deutschen Tafel vor, welche aber aus Gebietsschutzregeln nicht genehmigt werden können! Das bedeutet, dass die Arbeit der Tafeln immer im lokalen Bezug stehen und den Gebietsschutz respektieren ohne miteinander zu konkurrieren.

6.2 Auch ein Miteinander der Tafeln fördert regional und überregional eine Zusammenarbeit.


Fazit: Wenn ein Bäcker sagt:

„Abends gehen unsere Brötchen tafeln" sagt er es mit ein bisschen Stolz in der Stimme etwas Gutes getan zu haben!


                                  




                                       Arnsberger Tafel e.V. 
                    Möhnestr. 35   59755 Arnsberg   0 29 32 / 70 08 75
          Konto Nr: 52738 bei Sparkasse Arnsberg-Sundern BLZ 466 500 05
          Konto Nr: 67256 bei Sparkasse Arnsberg-Sundern BLZ 466 500 05

       Konto NR: 515 515 900 bei Volksbank Arnsberg-Sundern BLZ 466 600 22

             



                                         Die Internetseiten der Arnsberger Tafel e.V.

                                 werden erstellt und verwaltet von Uwe Künkenrenken